FF Pistorf
Pistorf 149
8443 Pistorf
Tel.: 03457 2822
Enormer Schneefall forderte die Einsatzkräfte – rund 500 Mannstunden im Einsatz
Freitag, der 20. Februar 2026 – dieser Tag wird vielen Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden in der gesamten Süd- und Oststeiermark in Erinnerung bleiben. Denn der vorhergesagte massive Schneefall bewahrheitete sich. So geht dieser Tag als einsatzstärkster Tag für steirische Feuerwehren in den vergangenen 15 Jahren in die Feuerwehrgeschichte ein.
Das erste Mal für die FF Pistorf ertönte bereits um 2:59 Uhr die Sirene. Ein Klein-Lkw war von der Straße abgekommen und musste mittels Seilwinde zurück auf die Fahrbahn gezogen werden. Anschließend folgten 1,5 Stunden Ruhe, bevor um 5:43 Uhr erneut die Florianis per Sirene aus dem Bett geholt wurden. Ab diesem Zeitpunkt waren die Kameradinnen und Kameraden bis spät in die Abendstunden ununterbrochen im Einsatz. Verunfallte Pkws, hängen gebliebene Lkws, ein Dach, das abgeschaufelt werden musste, sowie unzählige umgestürzte Bäume im gesamten Löschbereich stellten die Pistorfer Kameradinnen und Kameraden vor große Herausforderungen. Aufgrund enormen Baumbruchs mussten einige Straßen gesperrt werden. In Sausal wurde am Vormittag die Plöderlbergstraße befahrbar gehalten; weitere Straßen wurden gesperrt, da sich das Arbeiten der Einsatzkräfte als zu gefährlich herausstellte. Bis zu 60 cm Schnee sorgten in diesem Bereich für besonders herausfordernde Bedingungen.
Im Laufe des Vormittags erreichte die Pistorfer Kameradinnen und Kameraden auch ein Prioritätseinsatz: Ein Rettungswagen des Roten Kreuzes musste zu einem Notfall nach Rettenberg gelangen. Die gesamten Kräfte der Pistorfer Florianis wurden gebündelt, um schnellstmöglich die Straße von umgestürzten Bäumen zu räumen.
Auch ein Bürogebäude drohte unter dem enormen Gewicht der Schneemassen einzustürzen, somit mussten auch hier die Kameraden anrücken, um die Dachfläche abzuschaufeln.
Weiters unterstützten wir auch ein heimisches Energieunternehmen bei Reparaturarbeiten an den Stromleitungen, denn der eingesetzte Unimog blieb zwei Mal im unwegsamen Gelände im Schnee stecken und musste geborgen werden.
Als sich der Schneefall im Laufe des Nachmittags ein wenig entspannte, wurden alle Einsatzkräfte ins Rüsthaus beordert, um zu planen, wie bei den gesperrten Straßen weiter vorgegangen werden sollte. In zwei Teams aufgeteilt, wurden anschließend die Straßen von umgestürzten Bäumen befreit. In den späten Abendstunden musste dieser Einsatz jedoch abgebrochen werden, da es wieder zu gefährlich für die eigenen Einsatzkräfte wurde. Nach einer kurzen Nacht ertönte am Samstag erneut ein stiller Alarm, da ein Baum auf die L303 gestürzt war und entfernt werden musste. Um 8:00 Uhr wurden die per Sirenenalarm alarmierten Kameraden erneut in zwei Teams geteilt, welche die letzten Aufräumarbeiten durchführen und so bis Mittag wieder alle Straßen freigeben konnten.
Insgesamt leisteten die Pistorfer Florianis an diesen beiden Tagen rund 500 Mannstunden – vielen herzlichen Dank für euren unermüdlichen Einsatz!
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